Aktuelle Meldung
Themenwoche ATS
Wieder möchten wir einen kleinen Einblick geben in unsere Arbeit im Auslandstierschutz!
Wenn die Vermittlung der kleinste Teil ist, was macht ihr dann hauptsächlich?
Ironie an... Nur romantische Sachen.
Hunde kuscheln, bisschen mit ihnen spielen.... Ironie aus.
Tatsächlich ist es völlig anders.
Wir sammeln Spenden, die dann sortiert werden müssen, zerschneiden Kartons in kleine Stücke nach dem sortieren, erstellen Berichte, sammeln Ideen um Sach-und Geldspenden in unsere Partnertierheime bringen zu können.
Oftmals ist es dort eine Möglichkeit um weiter zu kommen. Eine Woche vielleicht, vielleicht auch nur einen Tag. Aber diese Zeit sind die Hunde versorgt, haben genug Futter, können weiter behandelt werden.
Manchmal fehlt auch eine Waschmaschine. Dann versuchen wir die zu besorgen. Oder ein Loch im Dach zu stopfen.
Manchmal fehlen auch warme Winterjacken, wasserdichte Schuhe, Boxen, Decken, Hundemäntel.
Nach dem sortieren bringen wir die nicht nutzbaren Dinge der Spenden auf die Mülldeponie.
Für all das versuchen wir Lösungen zu finden und versuchen zu helfen.
Was machen wir sonst noch? Telefonieren.
Wir telefonieren viel. Es sind Menschen die einen Notfall melden, Anrufer fragen an, ob sie ihre Tiere bei uns abgeben können, erkundigen sich nach dem Vermittlungsablauf, usw, usw.
Ausserdem überlegen wir uns, wo wir zum Beispiel einen Flohmarkt besuchen könnten, wir basteln, handarbeiten, malen, lesen, jeder versucht mit dem was er liebt und am besten kann zu helfen.
Es gibt viel Papierkram zu erledigen, Bilder zu bearbeiten, Vermittlungstexte zu schreiben, Vorkontrollen/Nachkontrollen zu organisieren, die Kommunikation mit den zuständigen Ämtern muss geführt werden.
Was regt Euch auf?
Menschen mit gefährlichem Halbwissen, die das dann als Wahrheiten verbreiten, anstatt nachzufragen, sich zu informieren!
Brandbriefe von "Kollegen" aus Deutschen Tierheimen, die vor uns, den Ehrenamtlichen warnen!
Die Mitarbeiter dort werden dafür bezahlt, dass sie im Tierheim arbeiten. Sie machen sicher auch viele dieser Dinge, doch es ist ihr Job, mit dem sie Geld verdienen.
Wir sind keine heiligen, wir wollen auch nicht besser darstehen. Wir möchten einfach nur darauf aufmerksam machen, dass es unfair ist alle ATS über einen Kamm zu scheren, öffentliche Briefe zu verfassen und zu hetzen.
Auf direkte Nachfrage sagte man uns, dass wir ja nicht gemeint sind.
Was soll das?
Wenn ein tierschutzrelevanter Verstoß vorliegt, dann sind die Verantwortlichen auch zur Verantwortung zu ziehen und nicht Warnungen und Brandbriefe durch die Medienwelt zu senden.
Wir wünschen uns ein kollegiales Miteinander auf Augenhöhe!
Wie kann jeder helfen?
Das ist relativ einfach zu beantworten.
Direkt vor Ort einmal schauen, wo ein Tierschutzverein erreichbar ist. Dort einmal nachfragen und vielleicht bei den "romantischen Aufgaben" mit anpacken. Etwas Zeit spenden und mit anfassen.
Oder man folgt einem Sachspenden-Gesuch, wie jetzt bei uns nach Halsbändern, Geschirren, Leinen.
Die Vereine werden sich über jede Art von Hilfe und Unterstützung freuen!
Lernen die Menschen dahinter kennen, hänge Flyer auf in deiner Region, spende einen Euro, werde Mitglied, und tauche tiefer ein in die Aktivitäten
Vielleicht liegen dir Laubsägearbeiten und du kannst etwas davon spenden?
Oder du hast Handtücher aussortiert, die vielleicht dringend gebraucht werden?
Du bist ein Genie am Laptop/Rechner und kannst tolle Tabellen erstellen?
Tierschutz ist so unglaublich vielschichtig!
Darum sagen wir: Jeder kann helfen, wenn er möchte!
Traut Euch!
Manchmal ist der erste kleine Schritt der schwerste, aber hilft in der Summe!
Wir hoffen die Einblicke in unsere Arbeit im ATS waren informativ und haben ein wenig Klarheit in unser Tun gebracht!
Wir stehen jederzeit für Fragen, Anregungen, Kritik zur Verfügung und wünschen einen schönen restlichen Sonntag Abend.
Ihr/Euer TuMm Team





