Aktuelle Meldung
Der Schmerz...
Was bedeutet es eigentlich ein Tier aufzunehmen, das noch kein Zuhause hat?
Wie ist es Pflegestelle zu sein?
Machen wir es einmal an Wilma fest. Der Hündin mit dem Fersenbeinbruch.
Sie reiste im September zu uns, mit eben diesem Bruch und einer unsicheren Zukunft, da ihre Wunde und ihr Bein böse entzündet war.
Wir berichteten darüber.
Ihr Bein sah sehr übel aus und es drohte die Amputation. Das wurde sehr deutlich von dem behandelnden Arzt gesagt.
Es gab Behandlungsauflagen, Bäder, Medikamente, Mühe, Einsatz, Arbeit und auch Aushalten, weil die junge Hündin sich möglichst wenig bewegen sollte.
Eine intensive Zeit!
Für alle!
Aber es hat sich gelohnt. Das Bein ist dran geblieben.
Darum ging es doch, oder?
Wilma fand trotz allem ein neues Zuhause, sie zog aus, als die Krise vorüber war.
Und kam zurück!
Der Hund mit dem Fersenbeinbruch und dem größtmöglichen Pflegeaufwand lies sich nicht mehr umsetzen. Die Zeit hatte ihre Wirkung getan und obwohl der neue Platz voller Liebe und Fürsorge war hatte Wilma entschieden, dass sie woanders hingehört.
Wilma hat sich ihr neues Herrchen selbst ausgesucht und lebt jetzt bei unserem Kollegen Jörg mit seinem Hund Willy. Eine Symbiose, diese Drei.
Nun ist Tyler, jetzt Aragorn, ausgezogen.
Auch er hinterlässt ein Loch im Haus, im Leben und auch im Herzen!
Es fehlt, wie er schnarcht, wie er mit den Spielsachen und Schuhen nach draußen gestürmt ist, wie er sogar bis ins Bad hinterher stiefelte...
Und doch sind wir unglaublich glücklich und dankbar, dass er gesehen und gefunden wurde!
Es geht immer nur um sie.
Die Tiere!
Das Loch, dass jeder von ihnen in unser Herz reißt ist unwichtig im Vergleich zu dem, was die Hunde für den Rest ihres Leben fühlen dürfen.
Und darum geht es doch!
Jedenfalls verstehen wir es so.
Unabhängig unserer egoistischen Gefühle.
Denn wenn wir unsere eigenen Gefühle in den Vordergrund stellen, können wir keinem weiteren Hund den Sprung ins eigene Leben ermöglichen.
Eine Tierschutz Kollegin stand seinerzeit im tiefsten Frost vor einem Zwinger in Ungarn. Der Hund darin war in einem erbarmungswürdigen Zustand.
Sie hatte eigentlich weder Platz noch Kapazität.
Sie sah mich an und sagte:
"Es gibt nichts zu überlegen. Es sind alles nur Ausreden!"
@ Ina Nothvogel
Dieser Satz hat nach über zwanzig Jahren noch Bedeutung und unser handeln geprägt!
Tierschutz fängt da an, wo es auch für uns unangenehm werden kann. Persönlich. Wo es einschränkt, müde macht, unbequem ist.
Doch für SIE bedeutet es die Welt!
Es ist ihre Chance. Auf ein liebevolles Zuhause, auf ein viertes Bein, auf was auch immer.
Wir sind glücklich und unglaublich dankbar, dass unser Tun auch so verstanden wird.
Und doch hinterlassen sie Löcher im Herzen, die sich erst schließen, wenn wir Teil ihrer Zukunft sein dürfen...
Ihr/Euer TuMm Team



