Aktuelle Meldung
Notfälle, unbezahlte Rechnungen ....
Derzeit überschlägt es sich!
Wir erhalten tägliche neue Notrufe sowohl aus Bosnien, als auch aus Ungarn.
Wir brauchen Hilfe.
Futternot, kaputte Autos, Stromrechnungen, bevorstehender Winter, fehlende Zwinger und Tierarztkosten in astronomischer Höhe!
Wir leben in schwierigen Zeiten. Überall auf der Welt. Das ist auch für uns persönlich spürbar. Egal ob wir die Post öffnen und wieder eine Erhöhung der Versicherungssumme erhalten oder ob wir unser Fahrzeug tanken, um zur Arbeit zu kommen.
Dazu die Unsicherheiten und Kriege.
Es ist keine Welt wie vor fünf Jahren.
Wir wissen das.
Unlängst waren wir in Ungarn, in unserem Partnertierheim. Wir standen da, wo sonst keiner mehr hinsieht. Wo sie leben. Die Vergessenen, die Blinden, die Alten, die Kurzen, die ungewollt in diese Welt geboren wurden.
Wir stehen da und weinen. Weil es einen ohnmächtig macht diese Not zu fühlen. Zu spüren, wie sehr die Hilfe von außen weggebrochen ist, weil die persönlichen Probleme stark gewachsen sind.
Und niemand macht hier einen Vorwurf. Es geht uns um die Frage: wie soll das noch werden?
Es gibt hier schon keine Arbeitskräfte. In Ungarn oder Bosnien jemanden zu finden, der im Tierheim arbeiten will ist aussichtlos.
Die Folge ist, dass die Menschen, die das mit Herzblut und aus voller Überzeugung tun völlig alleine da stehen. Alleine mit 80 Hunden und mehr. Alleine mit den Nottieren die extra Versorgung, Pflege und Betreuung brauchen. Alleine, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
Uns hat es zerrissen!
Eine befreundete Tierschützerin war mit ihrem Mann in Bosnien und hat dort ein paar Tage verlebt um zu helfen. Unser Gespräch danach war nicht nur ähnlich gelagert, sondern gleich!
Beiden Tierheimen fehlt ein Fahrzeug!
Es herrscht Futternot!
Tierarztrechnungen sind in astronomischer Höhe!
Die Zahl der Nottiere steigt, die Hunde werden vermehrt im Stich gelassen!
Der Winter steht vor der Tür mit seinen eigenen Herausforderungen!
Das Leben ist nicht fair.
Nicht fair zu denjenigen, die in der ersten Reihe stehen. Das sind die Tiere in Not und die Menschen, die tagtäglich da sind, um etwas zu verbessern, zu versorgen, zu pflegen, zu füttern und zu kämpfen. Um jedes einzelne Schicksal, jedes einzelne Leben.
Nicht alle Geschichten im Tierschutz gehen gut aus.
Wie es sich anfühlt, wenn der verletzte Hund trotz aller Versuche in den Armen stirbt, wissen tatsächlich auch einige von uns. Ein Teil des Teams hier in Deutschland war sehr viele Jahre auch vor Ort und kann mitreden.
Wir, unsere kleine Gemeinschaft, tut was sie kann um zu helfen, bei den riesigen Problemen, denen die Kollegen ausgesetzt sind.
Es ist nicht fair, dass die, die keine Stimme haben immer weiter runter fallen und das diejenigen, die versuchen das Elend zu mildern, ebenso mehr und mehr alleine dastehen.
Die Tiere und ihre Menschen brauchen Hilfe und Unterstützung.
Unsere ungarischen Kollegen stehen mit dem Tierheim kurz vor dem Aus. Es ist ein Balance-Akt, ein Tanz auf dem Drahtseil, ob sie es schaffen ihre Rechnungen zu bezahlen, ob sie es schaffen alle Tiere versorgen zu können.
Alleine sich vorzustellen, dass sie die Tiere in eine staatliche Tötung abgeben müssen, bricht uns hier reihenweise das Herz und läßt uns das Blut in den Adern gefrieren. Dahin geben, wogegen sie so lange kämpfen.
Das ist nicht fair.
Wir versuchen zu helfen und werden unser bestes geben, um einen solchen Umstand zu verhindern.
In Bosnien und in Ungarn!
Eine befreundete Tierschützerin war vor kurzem in Gardacac um dort mitzuhelfen. Freundlicher weise hat sie uns berichtet und wir haben ihre Gedanken und dringendsten Anliegen hier zusammengefasst.
Derzeit schwebt ein schwerer schwarzer Nebel über den Tieren und somit auch über uns. Eine Spendenaktion für das Tierheim für Bosnien ist bereits angelaufen.
Wir werden ebenfalls auch noch für das Tierheim in Ungarn versuchen Spenden zu sammeln.
Unsere Herzen sind schwer.
Das Leben ist nicht fair.
Ihr/Euer TuMm Team




