Spendenfahrt Weihnachten 2025!
Direkt am 24.12.2025 starteten unsere Teammitglieder Jörg Stapelfeldt und Ralf Petersen nach Tatabánya/Ungarn.
Ralf reiste den Abend vorher schon an, damit wir morgens möglichst früh loskommen konnten.
Der Transporter war bisher nur mit den Paketen und Geschenken für die ungarischen Kollegen bestückt, aber das sollte sich bei unserer Kollegin Nicole Brüllke in Paplitz ändern.
Sie hatte bereits eine stattliche Menge gesammelt, die dann zugeladen werden sollte.
Das Wetter spielte mit, die Autobahn war frei und so kamen wir gegen Mittag in Paplitz an um zuzuladen.
Mit vereinten Kräften wurde unser "Paul" dann beladen.
An Bord hatten wir Dosen- und Trockenfutter, Katzen Zubehör und Futter, Decken, Spielzeuge, Körbe, Leinen, Halsbänder, Geschirre, und Vieles mehr ....
Jedenfalls wurde der Transporter sehr schnell voll und die Fahrt konnte weitergehen.
Tatsächlich blieben die Straßen frei, das Wetter trocken und "Paul" schnurrte wie ein Uhrwerk. Der Zeitplan war streng, aber wir erreichten Tatabánya Abends gegen 21:30 Uhr.
Da auch in Ungarn alle Geschäfte, Lokale, Supermärkte geschlossen waren, hatten wir ausreichend Proviant eingepackt und auch eine Flasche Wein, aus der wir uns im Hotel ein Gläschen gönnten. Immerhin war Weihnachten und wir waren schon mal heile und unbeschadet angekommen!
Da wir an diesem Abend die einzige Gäste dort waren, hatte unsere Kollegin Eva das Frühstück mit einer Uhrzeit bestellen müssen.
Und das hatte sie für 8 Uhr entschieden. Daher beendeten wir den Abend schnell, denn die Nacht zum ausruhen war kurz!
Nach dem Frühstück machten wir uns direkt auf den Weg ins Tierheim.
Es ist dieser ewig lange Weg bis zum Tor, begleitet vom Bellen der Hunde, das verrieglte, hohe Tor, dass Gefühle auslöst.
Irgendwo im Nirgendwo leben sie hinter dieser riesigen Tür die sowohl Schutz, als auch Isolation bedeutet.
Es ist ein besonderer Moment, ein besonderes Gefühl, dass sehr schwer zu beschreiben ist.
"Paul" wurde direkt vor dem Tierheim geparkt und wir begannen auszupacken. Unsere Kollegin Agi kümmerte sich erst einmal um die Hunde, was auch völlig verständlich war. Wir hatten genug zu tun und waren beschäftigt all die mitgebrachten Dinge direkt an die Wand zu stapeln, damit von dort weg sortiert werden konnte.
Alsbald kamen aber auch unsere weiteren ungarischen Kollegen zu Hilfe und wir waren dann schnell fertig.
Die Freude über die Sachspenden war riesig!
Die Hilfe bedeutete direkte Entlastung und für eine Woche volle Näpfe für alle!
Es war Zeit für einen Rundgang, ein paar Fotos und einen Austausch.
Diesmal gab es überhaupt keine Kommunikationsprobleme, denn eine Verwandte unserer Kollegin war vor Ort. Sie lebt in München und hat alles übersetzen können.
Die ungarischen Kollegen berichteten von ihrem Alltag, wo der Schuh am meisten drückt. Zurück in Deutschland werden wir versuchen Lösungen zu finden. Doch all das muss erst einmal sacken und dann im Team besprochen werden.
Wir müssen uns austauschen, Ideen entwickeln und am besten öfter direkt vor Ort sein, um mit anzupacken, zu renovieren, auszubessern.
Jedenfalls war es eine ganze Menge an Infos, die auf uns niederprasselten.
Ein einprägsames Beispiel:
Ein schwer verletzter Hund, zum, Beispiel vom Auto angefahren, wird ins Tierheim gebracht. Unsere Kollegen lassen ihn behandeln, manchmal ist auch eine kostspielige Operation nötig und sie tragen dann natürlich auch die Kosten.
So schnellen die Tierarztkosten astronomisch in die Höhe und das Spendenaufkommen in Ungarn ist gering.
Schnell ist am Ende des Monats kein Geld mehr da und es fehlt an den einfachsten Dingen. Futter zum Beispiel!
Darum ist unsere Hilfe so willkommen und sie schafft Hoffnung, Zuversicht!
Und dann kommt der Moment an dem man wieder zurück muss.
Die Verabschiedung ist immer herzlich, und sie tut jedes Mal weh.
Es fühlt sich ein wenig hilflos und ohnmächtig an, weil man nicht mehr helfen konnte. Weil man morgen nicht da ist um alles mit weg zu sortieren, weil man die Hunde zurück lässt. Einige kennen wir aus den Touren davor und sie leben dort immer noch.
Also fährt man wieder durch dieses riesige hohe Tor, den langen Tunnelweg bis an die Straße, um dann schweigend die Rückreise zu starten.
Wir waren ja dieses Mal eigentlich nur zum ausladen hingefahren, die Zeit war wieder einmal viel zu kurz, doch es ließ sich dieses Mal nicht anders organisieren.
Die Urlaubsplanung für das kommende Jahr steht ja bald an und da werden wir auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt einplanen!
Wir fuhren durch das festlich geschmückte Ungarn zurück auf die Autobahn und wußten, dass wir Tieren und Menschen eine wundervolle Bescherung und Freude bereitet haben.
Gegen 21:30 Uhr erreichte "Paul" wieder Dreeßel, denn auch auf der Rücktour gab es glücklicherweise keinen Verkehr, kein schlechtes Wetter. Ralf musste dann noch weiter bis an die Nordfriesische Küste, aber auch er kam gut voran bei leeren Strassen und kam heile Zuhause an.
Weihnachten 2025.
Wir waren im Tierheim in Tatabánya!
Vielen Dank allen, die das möglich gemacht haben!
Ihr/Euer TuMm Team
















