Sommerprojekt 2024
Unser Sommer-Projekt im Heim Dr.Kruse!
Schon bevor Corona alles lahm legte gab es die Planung für einen gemeinsamen Sommer. Einen Sommer lang wollten wir unsere Ponys in die Einrichtung direkt nach Stellichte bringen um täglich vor Ort zu sein und gemeinsam die Tiere versorgen.
Das Projekt beinhaltete in unseren Augen einen riesigen Mehrwert, denn die Bewohner und alle anderen konnten ohne Zeitaufwand oder große Planung einfach vorbei kommen, wenn es gerade passte.
Geplant waren feste Zeiten an denen man immer jemanden bei den Ponys antraf um zu plaudern, helfen oder einfach zuzusehen.
Dieser Sommer war jetzt!
2024 war es so weit und wir zogen ein!
2. Juli 2024
Nachdem grossartige Vorarbeiten in Stellichte geleitet wurden, war heute der Tag des Umzugs. Kira und Bambi sind wohlauf in ihrem Sommerquartier gelandet!
Danke an das Heim Dr. Kruse, Thorsten und Stephi, ohne die das nicht so reibungslos und großartig geklappt hätte.
Die beiden Ponys haben den Kopf im Gras und werden in den nächsten Tagen Zeit haben sich einzugewöhnen.
Nun sind erst einmal alle erleichtert, dass alles gut geklappt hat.
Wenn wir auf die Uhr gucken: oh Schreck!
Es ist eigentlich schon Tag 3!
Doch ein kurzes Update von Tag 2 darf nicht fehlen, finden wir.
Kira und Bambi sind noch im Zaun, sie haben das Gras fast vernichtet und wirken immer noch etwas irritiert. Es hat die meiste Zeit heute gegossen und manchmal auch geschüttet. Wir glauben sie wären in dem Moment gerne zu Hause gewesen. Im Trockenen!
Ansonsten ging es ihnen gut. Kira schaut und kontrolliert die unbekannten Geräusche der unmittelbaren Umgebung, Bambi springt schon mal los aus Unsicherheit. Die Eingewöhnung wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, doch wir sind überzeugt davon, dass die Mädels das großartig hinbekommen.
Die Geräusche sind dort völlig anders und verwirren noch etwas. Da es für uns alle ja eine unbekannte Situation ist, waren wir auch „mitten in der Nacht“ noch einmal vor Ort. Daher die Nacht Bilder.
Gute Nacht wünschen Kira, Bambi und das TuMm Team.
Es dauerte ein paar Tage in denen die Ponys nur besucht und nicht gemeinsam gearbeitet werden konnte.
Völlig neue Geräusche und eine Straße die mit viel landwirtschaftlichem Verkehr ganz nah war, machten erst einmal unsicher.
Aber sie wären nicht unsere Mädels, wenn sie sich nicht schnell an den alltäglichen Ablauf gewöhnt hätten.
Jeden Vormittag und jeden Nachmittag gab es die Möglichkeit für die Betreuten mitzuwirken. In welcher Form auch immer das geschehen konnte.
Eine Bank wurde direkt am Zaun aufgestellt. Sie ließ jederzeit Besucher bei den Ponys zu.
Und dann ging es auch los. Einzeln oder in kleinen Gruppen kamen die Menschen die dort leben um zu streicheln, zu füttern, Heu Netze zu stopfen, zu harken, Schubkarre zu schieben, Pferdeäpfel zu sammeln und natürlich auch um zu berühren, zu riechen, zu fühlen.
Viele von unseren "Mitarbeitern" hatten vorher noch nie Heu berührt, geschweige denn es in Netze gestopft. Es piekst manchmal, es bleibt an Kleidung hängen, es ist weich und doch ganz fest.
Es gab einen festen Tagesablauf an den sich alle schnell gewöhnten.
Wir redeten, lachten, arbeiteten und lernten uns einen Sommer lang kennen.
Immer öfter trafen wir Menschen auf der Bank an, die dem mahlenden Geräusch der Ponys lauschten, wenn sie fraßen.
Es erdet. Es beruhigt und löst innere Anspannungen.
Wir haben viel gelernt dort.
Nein, nicht das sich Anspannungen lösen, dass wußten wir vorher. Wir haben das Projekt ja aus diesem Grund geplant. Und auch nicht nur die Ponys haben dazu gelernt, hatten neue Anreize und zum Teil völlig fremde Begegnungen.
Wir!
Wir haben über uns selbst neue Erfahrungen sammeln können, wir haben Menschen kennengelernt, die uns sonst nie begegnet wären.
Wir haben über die Ponys viel gelernt und auch gespürt wie anstrengend diese Arbeit für sie war und wie viel sie zu leisten bereit sind und wo eine Grenze auftauchte, die wir vorher nie gesehen haben.
Es gab Momente in denen wir unsere Tränen nicht zurückhalten konnten. Bewegende und tief berührende Augenblicke zwischen Mensch und Tier.
Da wir aus Datenschutz-Gründen keine Fotos zeigen dürfen ist es uns nur möglich darüber zu berichten und unsere Gefühle zu beschreiben.
Es war ein Hand, die sich der samtweichen Haut und den Nüstern näherte, aus denen die warme Atemluft strömte. Schon der warme Lufthauch lockte ein Lächeln und ein Erstaunen auf das Gesicht dieser Frau, die Kira weder sehen noch hören konnte.
Als ihre Hand die warme, weiche Haut berührte war offensichtlich, dass eine ganz neue Erfahrung gemacht wurde. Diese Frau konnte es genießen und das was sie fühlte versetzte sie in eine fast überschwängliche Stimmung.
Kira hat die Frau sofort gespürt und den Kontakt gehalten. Unsere Ponys sind einfach großartig und wir wurden Zeuge eines kleinen Wunders, eines Ausflugs in eine ganz andere Welt.
Darum machen wir das!
Genau das ist der Grund, warum wir uns engagieren.
Dieser unvergessliche Moment gehörte nur der Frau und dem Pferd!
Sie haben interagiert!
Unser Job war es nur sie zusammen zu führen und diese Begegnung zu ermöglichen.
Nun ist der Sommer vorüber.
Wir sind Dank Thorsten von der Pilgrim-Ranch und mit Stephi´s Anhänger wieder heile Zuhause angekommen.
Die Ponys haben sich jetzt einen "Urlaub" verdient und genießen den Aufenthalt auf der Weide, die wieder gut nachgewachsen ist.
Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, die an diesem Projekt beteiligt waren. Wir waren gut aufgehoben im Heim Dr. Kruse und hatten einen wunderschönen gemeinsamen Sommer 2024!
Ganz herzlichen Dank!
Ihr/Euer TuMm Team










